Skip to main navigation Skip to main content

Über das Projekt

Am 03.07.2013 ging unser Projekt „Förderung des Ehrenamtes in den Feuerwehren - „Feuerwehrensache“ als Gemeinschaftsprojekt des Verbandes der Feuerwehren in NRW e.V. (VdF NRW) und des Ministeriums für Inneres und Kommunales in Nordrhein-Westfalen (MIK NRW) an den Start.

Balkendiagramm zur Mitgliederentwicklung

Die nebenstehende Grafik zeigt die Mitgliederentwicklung in den Freiwilligen Feuerwehren von 1990 bis 2011 bundesweit. Die Zahlen verdeutlichen die Abnahme der aktiven Mitglieder in Feuerwehren in absoluten Zahlen. Auch wenn derzeit in NRW noch keine Abnahme der Mitgliederzahlen festzustellen ist, sind die Probleme dennoch sichtbar:

  • Freiwillige Feuerwehren weisen ein großes Potenzial junger Mitglieder auf, die ihnen allerdings in den Jahren der Familiengründung und Berufsplanung oftmals unwiederbringlich verloren gehen, sodass die Altersverteilung in den Feuerwehren nach oben stark abnimmt.
  • Außerdem stellen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren keinen Querschnitt der Bevölkerung dar: Menschen mit Migrationshintergrund sind ebenso unterrepräsentiert, wie Frauen und Menschen mit Behinderungen. Weiter stagniert der Frauenanteil in den letzten Jahren bei ca. 7 %.

Daher startet das Projekt rechtzeitig, damit die Projektgruppe genug Zeit hat, sich ohne Denkverbote und ohne bereits vorgefertigte Lösungen mit der komplexen Problematik der Förderung des Ehrenamtes beschäftigen zu können.

In einer Vorphase wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, deren Aufgabe es war, die Handlungsfelder des künftigen Projektes zu definieren. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe wurden gemeinsam durch die Verbände und das Ministerium für Inneres und Kommunales NRW bestellt. Die Arbeitsgruppe entwickelte die Themenfelder 

  • Der Mensch in der freiwilligen Feuerwehr
  • Die Organisation der Freiwilligen Feuerwehr
  • Die Freiwillige Feuerwehr in der Öffentlichkeit

Diese Dreiteilung findet sich auch in den Arbeitsgruppen wieder. Außerdem konnten die Mitglieder der Vorarbeitsgruppe als Arbeitsgemeinschaftsleiter gewonnen werden.

Die Projektgruppe besteht aus einer Lenkungsgruppe, der Projektleitung / Geschäftsstelle und drei Arbeitsgruppen.

Das Projekt hat mit Berthold Penkert, Direktor des Instituts der Feuerwehr NRW und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Hamm und Ministerialrätin Heike Vehling zwei Projektleiter, die die Freiwillige Feuerwehr genau kennen. 

Die in der Besetzung der Projektleitung gewählte Doppelspitze findet sich auch in jeweils mehrfach besetzten Leitungen der drei Arbeitsgruppen wieder.

Viele Bundesländer beschäftigen sich derzeit intensiv mit dem Thema "Stärkung des Ehrenamtes in den Feuerwehren". Die Ansätze sind vielfältig, erste Ergebnisse liegen vor. Manche Länder beschränken sich in ihren Ansätzen auf breit angelegte Werbekampagnen oder führen ausschließlich finanzielle Anreizsysteme für die Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren ein. Hiervon unterscheidet sich der Weg des Projektes „Feuerwehrensache“, das langfristig tragfähige Lösungen gemeinsam mit den Mitgliedern der Feuerwehren entwickeln will:

In einem Lebenslinienmodell sehen wir zumindest diese vier Phasen:

Gewinnen - Halten - Reaktivieren - Erhalten

Durch die breite Einbeziehung möglicher Partner, durch frühzeitige Diskussionen in der Öffentlichkeit, durch ein transparentes Verfahren, aber auch durch die Möglichkeit, über einen längeren Zeitraum Ideen als Pilotprojekte in der Praxis auszuprobieren und zu einem späteren Zeitpunkt auch zu evaluieren, bietet das Projekt „Feuerwehrensache“ die Gewähr dafür, dass es sich nicht um vereinzelte kurzfristige monetäre Anschubfinanzierungen handelt, sondern dass es nachhaltig ist und zur Stärkung des Ehrenamtes in den Feuerwehren beitragen kann.

Kontaktdaten

Tel.: 0211 871-2121
Fax: 0211 871-16-2121
E-Mail: feuerwehrensache@mik.nrw.de