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1. Problembeschreibung

Im Workshop in Witten gab es ein Forum „Jugendfeuerwehrwart - zwischen Pflicht und Spaß“, das aufgrund der hohen Nachfrage dreimal angeboten werden musste, in dem die Probleme der Jugendfeuerwehrwarte gut herausgearbeitet wurden:

  • Es wird ein hoher Bedarf an Aus- und Fortbildung speziell für Jugendfeuerwehrwarte erkannt.
  • Als Problem wird die fehlende pädagogische Ausbildung beklagt.
  • Ebenso sind zu wenige Frauen als Jugendfeuerwehrwartin tätig. Dies hat sich auch bei der Suche nach Pilotentwicklern gezeigt. Trotz mehrfachen Anfragen ist es nicht gelungen, eine Jugendfeuerwehrwartin als Pilotentwicklerin zu gewinnen.
  • Der Aufwand für die Tätigkeit als Jugendfeuerwehrwart ist sehr hoch. Dem stehen fehlende Ausbildungsunterlagen und manchmal auch mangelnde Anerkennung seitens der Wehrleitung oder Politik entgegen.
  • Beklagt wird teilweise auch die nicht überall anerkannte Gleichstellung mit Löschzugführern. Diese Problematik geht einher mit der aus Sicht der Jugendfeuerwehrwarte nicht klaren Regelung im FSHG zur Jugendfeuerwehr und zur Stellung der Jugendfeuerwehrwarte.
  • Versicherungs- und rechtliche Fragestellungen werden als belastend empfunden, insbesondere dann, wenn die erforderliche Fortbildung fehlt, um solche Fragestellungen ohne unangemessen hohen Arbeitsaufwand lösen zu können.

2. Themen, die kurzfristig realisiert werden können

a) geschlossenes Forum für Jugendfeuerwehrwarte

Ein Wunsch der Jugendfeuerwehrwarte ist ein geschlossenes Forum für Jugendfeuerwehrwarte, in dem sie die Möglichkeit haben, sich Problemfälle und Fragen aus der Praxis auszutauschen. Diese Idee soll in Kürze umgesetzt und auf der Internetseite angeboten werden.

b) Newsletter

Eine weitere Idee ist ein spezieller Newsletter, der sich an die Jugendfeuerwehrwarte richtet und ihre Themen aufgreift. Der erste Newsletter ist am 05.06.2014 erschienen. Der Newsletter wird aktuelle Fragen, die die Jugendfeuerwehrwarte haben, beantworten und auf spezielle Veranstaltungen und Seminare für Jugendfeuerwehrwarte hinweisen.

Newsletter und Forum sollen erste Schritte zur besseren Vernetzung der Jugendfeuerwehrwarte sein und einen Austausch untereinander ermöglichen. Sie ersetzen nicht tatsächliche Besprechungen auf regionaler Ebene in Form von Workshops etc. Über den Workshop, der im Oktober als eine gemeinsame Veranstaltung der Pilotentwickler „Jugendfeuerwehrwarte“ und „Junge Feuerwehr“ stattfinden soll, hinaus,  regen die Pilotentwickler an, regelmäßige Besprechungen kreisübergreifend zu wichtigen Themen anzubieten.

3. Pilotideen

a) jährliche Durchführung von Workshop

Der zweite Workshop soll am 25.10.2014 in der Universität Witten/Herdecke stattfinden. Die Themen werden von den Jugendfeuerwehrwarten und den Mitgliedern der Jugendfeuerwehren und Jungen Feuerwehrangehörigen (Pilotentwickler „Jugendfeuerwehrwarte“ und „Junge Feuerwehr“) gemeinsam entwickelt. Die Moderation soll wie in Witten wieder eine Doppelmoderation aus einem Praxismoderator und einem Moderator mit einem theoretischen Hintergrund sein.

Zukünftig sollen jährliche Workshops stattfinden, die im Wesentlichen von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst organisiert werden.

b) Verbesserung der Ausbildung Jugendfeuerwehrwarte

Ein großes Thema und ein Wunsch der Jugendfeuerwehrwarte ist die Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes für Jugendfeuerwehrwarte. Dieses soll in einem zweiphasigen Verfahren durchgeführt werden.

Phase 1:

In der ersten Phase sollen 20 Jugendfeuerwehrwarte, 4 aus jedem Regierungsbezirk geschult werden. Das Schulungskonzept soll bis zu den Herbstferien erarbeitet sein, derzeit laufen bereits Gespräche mit Dozenten zu Einzelthemen. 

Unterrichtsinhalte:

  • Rollenverständnis als Jugendfeuerwehrwart (Rollenverständnis Stadtjugendfeuerwehrwart/ Kreisjugendfeuerwehrwart zu Wehrleitung bzw. Jugendfeuerwehrwart zu Wehrleitung)
  • Gruppendynamik, Gruppenverhalten, Führung und Verhalten in einer Gruppe
  • Arbeits- und Zeiteinteilung in der Führungstätigkeit
  • der Organisation, Verwaltung, Jahresberichte, Wettbewerbe…
  • Rechtsgrundlagen (incl. Datenschutz)
  • Versicherungsfragen
  • ADHS und verhaltensauffällige Kinder
  • Prävention sexuelle Gewalt
  • Prävention Drogen und Gewalt
  • SGB VIII
  • Konfliktmanagement
  • Umgang mit Social Media
  • Datenschutz Cybermobbing (Polizei, Schule)
  • Schulungen gegen Rechts

2. Phase: Multiplikatorenschulungen

Nach erfolgreicher Teilnahme an dem Grundseminar und weitergehendem Interesse soll nachfolgend ein sogenanntes Multiplikatorenseminar besucht werden. Nach erfolgreicher Teilnahme an einem Multiplikatorenseminar soll der Absolvent selbstständig Seminare für Jugendfeuerwehrwarte durchführen.

Den Pilotentwicklern ist bewusst, dass bei rund 2.000 Jugendwarten und 2.000 stv. Jugendfeuerwehrwarten es mehrere Jahre dauern würde, bis alle Jugendfeuerwehrwarte geschult sind.

Das Pilotprojekt erhebt nicht den Anspruch, einen vollständigen Plan zur Schulung aller Jugendfeuerwehrwarte in NRW anbieten zu können, sondern möchte nur einen möglichen Ansatz für ein Schulungskonzept aufzeigen, der in zwei Schritten: Grundlagenseminar und Multiplikatorenschulung, ausprobiert wird. Sollte sich dieses Konzept bewähren, werden es die Pilotentwickler nach erfolgter Evaluation als Handlungsempfehlung formulieren.

Steckbrief Newsletter

gesucht werden:
  • engagierte Jugendfeuerwehrwarte, die
  • alle zwei Monate zu
  • von ihnen definierten Themen, die die Jugendfeuerwehrwarte interessieren,
  • unter Zuhilfenahme des Internettools,
  • einen Newsletter erstellen.

Steckbrief Ausbildungskonzept Jugenfeuerwehrwarte

Gesucht werden in einem ersten Schritt:
  • engagierte Jugendfeuerwehrwarte oder Mitglieder von Feuerwehren, die
  • bei der inhaltlichen und konzeptionellen Gestaltung der Ausbildung der Jugendfeuerwehrwarte mitarbeiten.